Ein Leben lang fit durch Sport - Verdienstnadel in Gold mit Brillanten für Anni Eisinger zum 90. Geburtstag

27. März 2020

Am 7. März feierte Anni Eisinger im Kreis ihrer Familie und zahlreicher Sportfreunde ihren 90. Geburtstag. Sie gilt als Urgestein des TSV Haunstetten, einzigartige Zeitzeugin der abwechslungsreichen Geschichte ihres Heimatvereins seit dem 2. Weltkrieg.

 

Es war 1942, mitten im zweiten Weltkrieg, da trat Anni Eisinger, damals gerade 12 Jahre alt, in den Turnverein von Haunstetten ein, der ihr Zeit ihres Lebens zur zweiten Heimat werden sollte. Turnvereine waren zur damaligen Zeit, wo es weder Diskos, Fitness-Center, Freizeitparks noch Computer und Smartphones und schon gar kein  Auto oder Motorrad gab, Sammelplätze für die Jugend zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Neben dem Turnen traf man sich auch gerne zum Singen, Wandern und Radfahren, spielte auch mal Theater oder traf sich einfach mal zum Ratschen. Manche Freundschaften fürs Leben wurden hierbei geknüpft.

Die Zerstörung der Turnhalle am Ende des zweiten Weltkrieges bedeutete eine tiefe Zäsur. Erst langsam kam Vereinsleben wieder auf. Geturnt wurde vor der Ruine der Halle. Man trug Vereinsmeisterschaften aus, nahm an den Vereinsfesten in der Umgebung, aber auch an den damals im großen Rahmen ausgetragenen bayerischen Landesmeisterschaften teil.

Mit der Einweihung der Turnhalle 1954 war wieder an einen regulären Turn und Sportbetrieb zu denken. Mit der neuen Halle stand darüber hinaus ebenfalls wieder ein Festsaal – weit und breit der einzige - für Vereinsfeiern, für die traditionellen Haunstetter Bälle und für Großveranstaltungen zur Verfügung.

 

Über all dies kann Anni Eisinger rückschauend lebhaft erzählen. Als Turnerin und Leichtathletin hat sie in ihrer Jugend bei den regionalen und überregionalen Wettbewerben um die Meisterschaft gekämpft und mit der Kraftsporttruppe „die vier Freddies“ große Shows dargeboten. Bald engagierte sie sich auch als Übungsleiterin und als Jugendleiterin in ihrem Heimatverein und übte diese Funktionen viele weitere Jahre aus.

Auch heute noch ist sie vorbildlich dreimal wöchentlich bei den Gymnastikstunden mit Leib und Seele dabei und führt darüber hinaus noch die Anwesenheitslisten. Bei den Vereinsfesten ist ihre helfende Hand immer gefragt. Den Beweis ihrer Fitness in ihrem 90. Lebensjahr lieferte ein Tandemsprung aus 3.500 m Höhe (s. Augsburger Allgemeine, 27.02.2020).

 

1977 holte sie der Turngau Augsburg (TGA) zunächst als Helferin bei Wettkämpfen. Bald wurde sie dort Fachwart für Gerätturnen und war eine lange Zeit an der Organisation und Ausführung von Wettkämpfen maßgeblich beteiligt. Auch heute noch schreibt sie handschriftlich Urkunden für den TGA.

 

Bei der Geburtstagsfeier erhielt die Jubilarin für ihr Engagement im Sport lobende Anerkennung von Seiten des Bayerischen Sportverbandes (BLSV) von Herrn Bernd Kränzle, stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes, der sie - assistiert durch Helga Schneider (Schatzmeisterin des Bezirks Schwaben im BLSV) - mit der Verdienstnadel in Gold mit Brillanten auszeichnete.

Für den TGA gratulierte Heinz Frisch, stellvertretender Vorsitzender des TGA, zusammen mit Günter Stiegelmair, Kassenprüfer des TGA, der Jubilarin aufs herzlichste und wünschte weiterhin gute Gesundheit. In seiner Laudatio erinnerte Heinz Frisch humorvoll an zahlreicher Episoden in der langjährigen, gemeinsamen Zusammenarbeit.

Die Gratulation der Jubilarin durch den Präsidenten des TSV Haunstetten, Herrn Dr. Andreas Katzer, erfolgte im gesonderten Rahmen. Auch von dieser Stelle wünscht das Präsidium und Vorstandschaft der Jubilarin alles Gute.

 

Im Bild: v.r. Helga Schneider (Schatzmeisterin des BLSV-Bezirk Schwaben: Vorstandsmitglied des TSV Haunstetten),  Bernd Kränzle (stellvertretender Vorsitzender des BLSV), Heinz Frisch (stellvertretender Vorsitzender des TGA), Anni Eisinger (Jubilarin), Günter Stiegelmair (Kassenprüfer des TGA).